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Vika Kirchenbauer




Vika Kirchenbauer ist Künstlerin, Filmemacherin, Autorin und Musikproduzentin. Ihre Arbeiten haben bereits weitreichende internationale Beachtung gefunden.

 

Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf freut sich, mit FEELINGS THAT MOVE NOWHERE die erste institutionelle Einzelausstellung von Vika Kirchenbauer zu präsentieren. Ausgehend von der eigenen Biografie verhandelt die in Berlin lebende Künstlerin in Videos, Videoinstallationen, Performances und Filmen Blick-, Macht- und Sichtbarkeitsregime sowie in diese eingeschriebene Normen und Repräsentationsmuster. Die Ausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten der letzten zehn Jahre im Zusammenspiel mit drei Neuproduktionen, die eigens anlässlich der Ausstellung entstanden sind. In ihrer neuen Videoarbeit THE CAPACITY FOR ADEQUATE ANGER (2021) entwirft Kirchenbauer eine persönliche und selbstreflexive Form der künstlerischen Kritik, die Produktions- wie auch die Präsentationsformen von zeitgenössischer Kunst durch die Perspektive von Klasse betrachtet. Neben Fragen zu den Überschneidungen von negativem Affekt und politischem Handlungsvermögen, problematisiert die Arbeit Vorstellungen von sozialem Aufstieg, die das Feld der zeitgenössischen Kunst gleichzeitig produziert und voraussetzt. In dieser Arbeit laufen zwei zentrale Stränge ineinander, die Kirchenbauers Videoarbeiten bisher prägen: die persönliche und autobiografische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen auf der einen, und die Beschäftigung mit etablierten Blick- und Erfahrungsroutinen in Bezug auf die physische oder visuelle Präsenz marginalisierter Körper im Ausstellungsraum auf der anderen Seite. Die Rauminstallationen PLAYING FIELD (2021) und SPECTRAL SENSITIVITY (2021) liefern schließlich das räumliche Setting für die vorgestellte Auswahl an Arbeiten und führen Kirchenbauers Auseinandersetzung mit Blickregimen vom Bildraum in den Räumlichkeiten des Kunstvereins fort.

 

Wir trafen die Künstlerin 2021 im Kunstverein zum Interview und sprachen ausführlich über ihre Arbeit.

 

Foto: Ralph Goertz © IKS-Medienarchiv

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