Axel Hütte
Axel Hütte. Night and Day
Der renommierte Fotokünstler Axel Hütte, der neben Andreas Gursky, Thomas Struth, Candida Höfer und Thomas Ruff zur weltberühmten ersten Generation der Düsseldorfer Fotoschule unter Bernd und Hilla Becher gehört, transformiert das klassische Genre der Landschaftsfotografie in abstrakte Bildstrukturen. Seine Arbeiten entziehen sich bewusst dem bloßen Dokumentarismus, obwohl er für seine Motive alle Kontinente bereist – von den dichten Dschungeln Südamerikas über alpine Gletscher bis hin zu den hell erleuchteten Megacitys der Welt. Statt touristische Realitäten abzubilden, sucht Hütte in der Natur und im urbanen Raum nach Mustern, Spiegelungen und geometrischen Ordnungen.
Ein zentrales künstlerisches Stilmittel ist dabei die gezielte visuelle Irritation: Oft verdeckt er den freien Blick durch Nebel, extreme Dunkelheit oder architektonische Elemente im Vordergrund. Besonders faszinierend sind seine Nachtaufnahmen, die durch extrem lange Belichtungszeiten von bis zu 40 Minuten ein ganz eigenes, fast schon magisches Licht entfalten.
In den Augen des Kurators Ralph Goertz geht Hüttes Ansatz weit über das klassische Fotografieren hinaus: Er begreift ihn als bildenden Künstler, der die Methoden der Fotografie nutzt, um durch das präzise Spiel mit Licht, Schatten und Schärfenebenen vielmehr geistige und visuelle Räume als bloße Fakten zu erschaffen.
Die Arbeiten wurden in der Ausstellung nicht als lose Abfolge von Einzelbildern präsentiert, sondern als eine präzise geplante, immersive Fotoinstallation inszeniert, durch die sich die Besucher wie durch eine künstliche Landschaft bewegten. Um den Blick auf Hüttes künstlerische Entwicklung zu komplettieren, wurde die Schau von einer parallelen Ausstellung begleitet, die sich seinen architektonischen Anfängen widmete.
Details zur Ausstellung:
Titel: Axel Hütte. Night and Day
Ort: Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Zeitraum: 23. September 2017 bis 14. Januar 2018
Kurator: Ralph Goertz
Umfang: Rund 70 großformatige Fotoarbeiten (von Klassikern wie „Furkablick“ aus dem Jahr 1994 bis zu damals brandneuen Antarktis-Aufnahmen)
Besonderheit: Erstmalige Präsentation seiner atmosphärischen Videoarbeiten („Attonitus“ und „Detroit“)
Korrespondierende Schau: Zeitgleich zeigte das Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop die Ausstellung „Axel Hütte. Frühwerk“
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf unserer IKS-PHOTO website.
Die Ausstellung „Axel Hütte. Nacht und Tag“ im Museum Kunstpalast in Düsseldorf (2017/2018) präsentierte großformatige Landschaftsfotografien als immersive Rauminstallationen. Die Online-Medien berichteten begeistert über die Ausstellung und lobten ihre meditative Wirkung, die hohe Kunst der Wahrnehmung sowie die Parallelen zur Malerei. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter ddorf-aktuell.de und FeuilletonFrankfurt.

Foto: Ralph Goertz © IKS-Medienarchiv

