Institut für
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Erika Hock




ELBOWS & KNEES / Cosar HMT Düsseldorf
13.3.-30.4.2015

Wie eine durchgehende Zeichnung durchqueren lineare Strukturen den Raum. Bei näherer Annäherung erkenne sie sie als eine Gruppe von Möbeln, die in ihrer gedämpften Färbung ein wenig nostalgisch erscheint. Eine Lampe, ein Handtuchhalter, ein Stuhl oder ein Hocker und eine Art Leiter, alle ohne Sockel, stehen direkt auf dem Boden, wie bereit für den Einsatz. In ihrer Materialität erinnern die Skulpturen von Erika Hock an die Ikone aus der Geschichte des Designs: der freitragende Stuhl, der in den 1920er Jahren entwickelt wurde. Die Idee eines flexiblen Stuhls, dessen neue Form auch einen neuen, sitzenden Komfort vermitteln sollte, schien dann in der Luft zu sein.

Die Skulpturen von Erika Hock sind ebenfalls eine Art "gemischte Kreatur". Obwohl sie auf irgendeine Art von Funktionalität verzichten - wie irgendwo zwischen Skulptur, Möbel und Spielzeug - eröffnen sie eine Domäne, die die Besucher in Bewegung setzt und ihre Beteiligung auffordert. So sind es in den Ellenbogen und den Knien, die Skulpturen selbst werden plötzlich in einen Körper verwandelt und lebensähnliche Züge angenommen: ein Ellenbogen ragt selbstbewusst heraus oder ein ausgestrecktes Bein stellt sich vermutlich in den Weg. Sie lehnen sich an die Wand, liegen auf dem Rücken oder kauern in einer Ecke und bilden ein skurriles Ensemble, das ganz unerwartet zusammen klappt, körperlich und geistig.

Friederike Fast

 

Wir verfügen über die Dokumentation der Ausstellung "Elbows & Knees" in der Galerie Cosar HMT aus dem Jahre 2015.

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